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Zum Arbeitsunterricht im Herbartianismus. Eine Untersuchung zur thematischen Differenziertheit in herbartianischen Diskussionen. Erziehung, Schule, Gesellschaft Bd. 59. - Henkel, Katrin
libro esaurito
(*)
Henkel, Katrin:
Zum Arbeitsunterricht im Herbartianismus. Eine Untersuchung zur thematischen Differenziertheit in herbartianischen Diskussionen. Erziehung, Schule, Gesellschaft Bd. 59. - libri usati

2010, ISBN: 9783899138092

[PU: Würzburg : Ergon-Verl.], 269 S. : Ill., kart. Sehr gutes Ex. - Arbeitsunterricht und Herbartianismus sind zwei Begriffe, die geradezu beispielhaft für ein antonymisches Verhältnis stehen könnten - ist doch der Begriff des Arbeitsunterrichts bzw. der Arbeitsschule fest mit den Ausprägungen der reformpädagogischen Epoche zu Anfang des 20. Jahrhunderts verbunden. Namen wie z. B. Georg Kerschensteiner und Hugo Gaudig sind als sogenannte Arbeitsschulpädagogen durch die erziehungswissenschaftliche Geschichtsschreibung in diesem reformpädagogischen Kontext anerkannt. Hingegen erweckt der Begriff des Herbartianismus - leider teilweise auch heute noch - Assoziationen zur Buchschule" und methodischen Starrheit von Unterricht. Im Zuge des Ausgangs des Herbartianismus und der damit verbundenen pädagogischen Epoche der Reformpädagogik zu Beginn des 20. Jahrhunderts kam es zur Intensivierung der Debatten um den Arbeitsschulgedanken. So hat Kerschensteiner durch seinen 1908 gehaltenen Zürcher Vortrag Die Schule der Zukunft im Geiste Pestalozzis" die Arbeitsschule" als Schlagwort" (Nohl 1933/101988, S. 53) popularisiert und damit handfertigkeitsorientierte Ideen verbreitet. Mit der Forderung nach Überwindung der Kluft zwischen Schule und Leben hat Kerschensteiner genau den Tenor reformpädagogischer Schulkritik formuliert und begründete damit die Ablösung der sogenannten Lernschule" der Herbartia-ner durch die sogenannte Arbeitsschule" (vgl. Oelkers 31996, S. 154), die sich durch ihren Fokus auf praktische Tätigkeiten an die schaffenden Kräfte des Kindes wenden sollte (vgl. Kerschensteiner 1912/41979, S. 54). Für die Schulwirklichkeit bedeutete sein Konzept der Arbeitsschule die Einrichtung von Schulgärten, Werkstätten, Laboratorien für den naturwissenschaftlichen Unterricht und Schulküchen (vgl. ebd., S. 56ff.). Damit wurde eine Umbildung der Schule gefordert, die von sogenannten Arbeitspädagogen des Herbartianismus" (Maier 1940, S. 83) bereits angemahnt und eingeleitet worden war. Der Herbartianismus dominierte die Pädagogik als das herrschende Pädagogik-Paradigma" (Klingberg 1997, S. 256) über einen Zeitraum von etwa 60 Jahren in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bis über die Jahrhundertwende. Als internationales Phänomen vereinte diese Strömung Theoretiker und Praktiker, die unter Bezug auf die Pädagogik Johann Friedrich Herbarts (1776-1841) eigene, teils weiterentwickelte Theorie- und Praxiskonzepte entwarfen, diese veränderten Bedingungen anpassten und dort anwandten. Unter ihnen gab es Theoretiker, die mit originellen Konzepten aufwarten konnten, daneben aber auch reine Epigonen" und wortgläubige Scholastiker" (Klingberg 1998, S. 123). Je nach Interesse und beruflicher Zugehörigkeit haben sie sich Herbarts Gedanken sehr differenziert angeeignet, zu eigenen Entwürfen modifiziert und in die pädagogische Praxis transferiert. Die wesentlichsten Leistungen der Herbartianer bestehen darin, entscheidend daran mitgewirkt zu haben, dass sich die Pädagogik zu einer eigenständigen wissenschaftlichen Disziplin entwickeln sowie an den Universitäten etablieren konnte und dass sie als erziehungswissenschaftliches Fundament in die Lehrerbildung integriert wurde. Dabei wirkten die Universität Jena mit Karl Volkmar Stoy (1815-1885) und Wilhelm Rein (1847-1929) sowie die Universität Leipzig mit Tuiskon Ziller (1817-1882) als Zentren der wissenschaftlichen und praxisnahen Lehrerbildung und als Zentren des Herbartianismus über die Grenzen Europas hinaus. Die starken Impulse für die pädagogische Professionalisierung des Lehrerberufs waren verflochten mit Reformbestrebungen in vielen Bereichen der Schulpraxis: So war es erklärtes Ziel der Herbartianer, Lehr- und Lernprozesse wissenschaftlich zu begründen und sie dabei an neuen psychologischen Erkenntnissen auszurichten. Konkret ging es um die Etablierung einer Lehrplantheorie, um das Streben nach Schulreform im Sinne einer subjektorientierten und lebensnahen Unterrichtsgestaltung -einschließlich eines über die formalen Grenzen des Unterrichts hinausgehenden Schullebens - oder um Maßnahmen zur Verbesserung der beruflichen Situation des Lehrerstandes. Auch die Aus- und Weiterbildung der Volksschullehrer sollte auf wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhen ... ISBN 9783899138092, DE, [SC: 2.00], gebraucht wie neu, gewerbliches Angebot, [GW: 459g], Selbstabholung und Barzahlung, PayPal, offene Rechnung, Banküberweisung, Internationaler Versand

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Zum Arbeitsunterricht im Herbartianismus. Eine Untersuchung zur thematischen Differenziertheit in herbartianischen Diskussionen. Erziehung, Schule, Gesellschaft Bd. 59. - Henkel, Katrin
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Henkel, Katrin:
Zum Arbeitsunterricht im Herbartianismus. Eine Untersuchung zur thematischen Differenziertheit in herbartianischen Diskussionen. Erziehung, Schule, Gesellschaft Bd. 59. - libri usati

2010, ISBN: 9783899138092

ID: 977242

269 S. : Ill., kart. Sehr gutes Ex. - Arbeitsunterricht und Herbartianismus sind zwei Begriffe, die geradezu bei­spielhaft für ein antonymisches Verhältnis stehen könnten - ist doch der Begriff des Arbeitsunterrichts bzw. der Arbeitsschule fest mit den Ausprä­gungen der reformpädagogischen Epoche zu Anfang des 20. Jahrhunderts verbunden. Namen wie z. B. Georg Kerschensteiner und Hugo Gaudig sind als sogenannte Arbeitsschulpädagogen durch die erziehungswissenschaftli­che Geschichtsschreibung in diesem reformpädagogischen Kontext aner­kannt. Hingegen erweckt der Begriff des Herbartianismus - leider teilweise auch heute noch - Assoziationen zur „Buchschule" und methodischen Starrheit von Unterricht. Im Zuge des Ausgangs des Herbartianismus und der damit verbundenen pädagogischen Epoche der Reformpädagogik zu Beginn des 20. Jahrhunderts kam es zur Intensivierung der Debatten um den Arbeitsschulgedanken. So hat Kerschensteiner durch seinen 1908 gehal­tenen Zürcher Vortrag „Die Schule der Zukunft im Geiste Pestalozzis" die „Arbeitsschule" als „Schlagwort" (Nohl 1933/101988, S. 53) popularisiert und damit handfertigkeitsorientierte Ideen verbreitet. Mit der Forderung nach Überwindung der Kluft zwischen Schule und Leben hat Kerschenstei­ner genau den Tenor reformpädagogischer Schulkritik formuliert und be­gründete damit die Ablösung der sogenannten „Lernschule" der Herbartia-ner durch die sogenannte „Arbeitsschule" (vgl. Oelkers 31996, S. 154), die sich durch ihren Fokus auf praktische Tätigkeiten an die schaffenden Kräfte des Kindes wenden sollte (vgl. Kerschensteiner 1912/41979, S. 54). Für die Schulwirklichkeit bedeutete sein Konzept der Arbeitsschule die Einrichtung von Schulgärten, Werkstätten, Laboratorien für den naturwissenschaftlichen Unterricht und Schulküchen (vgl. ebd., S. 56ff.). Damit wurde eine Umbildung der Schule gefordert, die von sogenannten „Arbeitspädagogen des Herbartianismus" (Maier 1940, S. 83) bereits angemahnt und eingeleitet worden war. Der Herbartianismus dominierte die Pädagogik als das „herrschende Päd­agogik-Paradigma" (Klingberg 1997, S. 256) über einen Zeitraum von etwa 60 Jahren in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bis über die Jahrhun­dertwende. Als internationales Phänomen vereinte diese Strömung Theoreti­ker und Praktiker, die unter Bezug auf die Pädagogik Johann Friedrich Her­barts (1776-1841) eigene, teils weiterentwickelte Theorie- und Praxiskonzepte entwarfen, diese veränderten Bedingungen anpassten und dort anwandten. Unter ihnen gab es Theoretiker, die mit originellen Konzepten aufwarten konnten, daneben aber auch „reine Epigonen" und „wortgläubige Scholastiker" (Klingberg 1998, S. 123). Je nach Interesse und beruflicher Zugehörig­keit haben sie sich Herbarts Gedanken sehr differenziert angeeignet, zu eigenen Entwürfen modifiziert und in die pädagogische Praxis transferiert. Die wesentlichsten Leistungen der Herbartianer bestehen darin, entscheidend daran mitgewirkt zu haben, dass sich die Pädagogik zu einer eigenständigen wissenschaftlichen Disziplin entwickeln sowie an den Universitäten etablie­ren konnte und dass sie als erziehungswissenschaftliches Fundament in die Lehrerbildung integriert wurde. Dabei wirkten die Universität Jena mit Karl Volkmar Stoy (1815-1885) und Wilhelm Rein (1847-1929) sowie die Univer­sität Leipzig mit Tuiskon Ziller (1817-1882) als Zentren der wissenschaftli­chen und praxisnahen Lehrerbildung und als Zentren des Herbartianismus über die Grenzen Europas hinaus. Die starken Impulse für die pädagogische Professionalisierung des Lehrerberufs waren verflochten mit Reformbestre­bungen in vielen Bereichen der Schulpraxis: So war es erklärtes Ziel der Herbartianer, Lehr- und Lernprozesse wissenschaftlich zu begründen und sie da­bei an neuen psychologischen Erkenntnissen auszurichten. Konkret ging es um die Etablierung einer Lehrplantheorie, um das Streben nach Schulreform im Sinne einer subjektorientierten und lebensnahen Unterrichtsgestaltung -einschließlich eines über die formalen Grenzen des Unterrichts hinausge­henden Schullebens - oder um Maßnahmen zur Verbesserung der berufli­chen Situation des Lehrerstandes. Auch die Aus- und Weiterbildung der Volksschullehrer sollte auf wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhen ... ISBN 9783899138092 Versand D: 3,00 EUR Erziehung, Schul- und Bildungswesen, Herbartianismus, Unterricht, Schule, Arbeitsschule, [PU:Würzburg : Ergon-Verl.,]

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Zum Arbeitsunterricht im Herbartianismus. Eine Untersuchung zur thematischen Differenziertheit in herbartianischen Diskussionen. Erziehung, Schule, Gesellschaft Bd. 59. - Henkel, Katrin
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Zum Arbeitsunterricht im Herbartianismus. Eine Untersuchung zur thematischen Differenziertheit in herbartianischen Diskussionen. Erziehung, Schule, Gesellschaft Bd. 59. - libri usati

2010, ISBN: 9783899138092

ID: OR24423633 (977242)

Würzburg, Ergon-Verl, 269 S. : Ill., kart. Sehr gutes Ex. - Arbeitsunterricht und Herbartianismus sind zwei Begriffe, die geradezu bei­spielhaft für ein antonymisches Verhältnis stehen könnten - ist doch der Begriff des Arbeitsunterrichts bzw. der Arbeitsschule fest mit den Ausprä­gungen der reformpädagogischen Epoche zu Anfang des 20. Jahrhunderts verbunden. Namen wie z. B. Georg Kerschensteiner und Hugo Gaudig sind als sogenannte Arbeitsschulpädagogen durch die erziehungswissenschaftli­che Geschichtsschreibung in diesem reformpädagogischen Kontext aner­kannt. Hingegen erweckt der Begriff des Herbartianismus - leider teilweise auch heute noch - Assoziationen zur ?Buchschule" und methodischen Starrheit von Unterricht. Im Zuge des Ausgangs des Herbartianismus und der damit verbundenen pädagogischen Epoche der Reformpädagogik zu Beginn des 20. Jahrhunderts kam es zur Intensivierung der Debatten um den Arbeitsschulgedanken. So hat Kerschensteiner durch seinen 1908 gehal­tenen Zürcher Vortrag ?Die Schule der Zukunft im Geiste Pestalozzis" die ?Arbeitsschule" als ?Schlagwort" (Nohl 1933/101988, S. 53) popularisiert und damit handfertigkeitsorientierte Ideen verbreitet. Mit der Forderung nach Überwindung der Kluft zwischen Schule und Leben hat Kerschenstei­ner genau den Tenor reformpädagogischer Schulkritik formuliert und be­gründete damit die Ablösung der sogenannten ?Lernschule" der Herbartia-ner durch die sogenannte ?Arbeitsschule" (vgl. Oelkers 31996, S. 154), die sich durch ihren Fokus auf praktische Tätigkeiten an die schaffenden Kräfte des Kindes wenden sollte (vgl. Kerschensteiner 1912/41979, S. 54). Für die Schulwirklichkeit bedeutete sein Konzept der Arbeitsschule die Einrichtung von Schulgärten, Werkstätten, Laboratorien für den naturwissenschaftlichen Unterricht und Schulküchen (vgl. ebd., S. 56ff.). Damit wurde eine Umbildung der Schule gefordert, die von sogenannten ?Arbeitspädagogen des Herbartianismus" (Maier 1940, S. 83) bereits angemahnt und eingeleitet worden war. Der Herbartianismus dominierte die Pädagogik als das ?herrschende Päd­agogik-Paradigma" (Klingberg 1997, S. 256) über einen Zeitraum von etwa 60 Jahren in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bis über die Jahrhun­dertwende. Als internationales Phänomen vereinte diese Strömung Theoreti­ker und Praktiker, die unter Bezug auf die Pädagogik Johann Friedrich Her­barts (1776-1841) eigene, teils weiterentwickelte Theorie- und Praxiskonzepte entwarfen, diese veränderten Bedingungen anpassten und dort anwandten. Unter ihnen gab es Theoretiker, die mit originellen Konzepten aufwarten konnten, daneben aber auch ?reine Epigonen" und ?wortgläubige Scholastiker" (Klingberg 1998, S. 123). Je nach Interesse und beruflicher Zugehörig­keit haben sie sich Herbarts Gedanken sehr differenziert angeeignet, zu eigenen Entwürfen modifiziert und in die pädagogische Praxis transferiert. Die wesentlichsten Leistungen der Herbartianer bestehen darin, entscheidend daran mitgewirkt zu haben, dass sich die Pädagogik zu einer eigenständigen wissenschaftlichen Disziplin entwickeln sowie an den Universitäten etablie­ren konnte und dass sie als erziehungswissenschaftliches Fundament in die Lehrerbildung integriert wurde. Dabei wirkten die Universität Jena mit Karl Volkmar Stoy (1815-1885) und Wilhelm Rein (1847-1929) sowie die Univer­sität Leipzig mit Tuiskon Ziller (1817-1882) als Zentren der wissenschaftli­chen und praxisnahen Lehrerbildung und als Zentren des Herbartianismus über die Grenzen Europas hinaus. Die starken Impulse für die pädagogische Professionalisierung des Lehrerberufs waren verflochten mit Reformbestre­bungen in vielen Bereichen der Schulpraxis: So war es erklärtes Ziel der Herbartianer, Lehr- und Lernprozesse wissenschaftlich zu begründen und sie da­bei an neuen psychologischen Erkenntnissen auszurichten. Konkret ging es um die Etablierung einer Lehrplantheorie, um das Streben nach Schulreform im Sinne einer subjektorientierten und lebensnahen Unterrichtsgestaltung -einschließlich eines über die formalen Grenzen des Unterrichts hinausge­henden Schullebens - oder um Maßnahmen zur Verbesserung der berufli­chen Situation des Lehrerstandes. Auch die Aus- und Weiterbildung der Volksschullehrer sollte auf wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhen ... ISBN 9783899138092 Pädagogik / Didaktik [Erziehung, Schul- und Bildungswesen, Herbartianismus, Unterricht, Schule, Arbeitsschule] 2010

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Zum Arbeitsunterricht im Herbartianismus. Eine Untersuchung zur thematischen Differenziertheit in herbartianischen Diskussionen. Erziehung, Schule, Gesellschaft Bd. 59. - Henkel, Katrin
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Zum Arbeitsunterricht im Herbartianismus. Eine Untersuchung zur thematischen Differenziertheit in herbartianischen Diskussionen. Erziehung, Schule, Gesellschaft Bd. 59. - edizione con copertina flessibile

2010, ISBN: 3899138090

ID: 6135747162

[EAN: 9783899138092], Gebraucht, wie neu, [PU: Würzburg : Ergon-Verl.,], ERZIEHUNG, SCHUL- UND BILDUNGSWESEN, HERBARTIANISMUS, UNTERRICHT, SCHULE, ARBEITSSCHULE, 269 S. : Ill., Sehr gutes Ex. - Arbeitsunterricht und Herbartianismus sind zwei Begriffe, die geradezu beispielhaft für ein antonymisches Verhältnis stehen könnten - ist doch der Begriff des Arbeitsunterrichts bzw. der Arbeitsschule fest mit den Ausprägungen der reformpädagogischen Epoche zu Anfang des 20. Jahrhunderts verbunden. Namen wie z. B. Georg Kerschensteiner und Hugo Gaudig sind als sogenannte Arbeitsschulpädagogen durch die erziehungswissenschaftliche Geschichtsschreibung in diesem reformpädagogischen Kontext anerkannt. Hingegen erweckt der Begriff des Herbartianismus - leider teilweise auch heute noch - Assoziationen zur „Buchschule" und methodischen Starrheit von Unterricht. Im Zuge des Ausgangs des Herbartianismus und der damit verbundenen pädagogischen Epoche der Reformpädagogik zu Beginn des 20. Jahrhunderts kam es zur Intensivierung der Debatten um den Arbeitsschulgedanken. So hat Kerschensteiner durch seinen 1908 gehaltenen Zürcher Vortrag „Die Schule der Zukunft im Geiste Pestalozzis" die „Arbeitsschule" als „Schlagwort" (Nohl 1933/101988, S. 53) popularisiert und damit handfertigkeitsorientierte Ideen verbreitet. Mit der Forderung nach Überwindung der Kluft zwischen Schule und Leben hat Kerschensteiner genau den Tenor reformpädagogischer Schulkritik formuliert und begründete damit die Ablösung der sogenannten „Lernschule" der Herbartia-ner durch die sogenannte „Arbeitsschule" (vgl. Oelkers 31996, S. 154), die sich durch ihren Fokus auf praktische Tätigkeiten an die schaffenden Kräfte des Kindes wenden sollte (vgl. Kerschensteiner 1912/41979, S. 54). Für die Schulwirklichkeit bedeutete sein Konzept der Arbeitsschule die Einrichtung von Schulgärten, Werkstätten, Laboratorien für den naturwissenschaftlichen Unterricht und Schulküchen (vgl. ebd., S. 56ff.). Damit wurde eine Umbildung der Schule gefordert, die von sogenannten „Arbeitspädagogen des Herbartianismus" (Maier 1940, S. 83) bereits angemahnt und eingeleitet worden war. Der Herbartianismus dominierte die Pädagogik als das „herrschende Pädagogik-Paradigma" (Klingberg 1997, S. 256) über einen Zeitraum von etwa 60 Jahren in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bis über die Jahrhundertwende. Als internationales Phänomen vereinte diese Strömung Theoretiker und Praktiker, die unter Bezug auf die Pädagogik Johann Friedrich Herbarts (1776-1841) eigene, teils weiterentwickelte Theorie- und Praxiskonzepte entwarfen, diese veränderten Bedingungen anpassten und dort anwandten. Unter ihnen gab es Theoretiker, die mit originellen Konzepten aufwarten konnten, daneben aber auch „reine Epigonen" und „wortgläubige Scholastiker" (Klingberg 1998, S. 123). Je nach Interesse und beruflicher Zugehörigkeit haben sie sich Herbarts Gedanken sehr differenziert angeeignet, zu eigenen Entwürfen modifiziert und in die pädagogische Praxis transferiert. Die wesentlichsten Leistungen der Herbartianer bestehen darin, entscheidend daran mitgewirkt zu haben, dass sich die Pädagogik zu einer eigenständigen wissenschaftlichen Disziplin entwickeln sowie an den Universitäten etablieren konnte und dass sie als erziehungswissenschaftliches Fundament in die Lehrerbildung integriert wurde. Dabei wirkten die Universität Jena mit Karl Volkmar Stoy (1815-1885) und Wilhelm Rein (1847-1929) sowie die Universität Leipzig mit Tuiskon Ziller (1817-1882) als Zentren der wissenschaftlichen und praxisnahen Lehrerbildung und als Zentren des Herbartianismus über die Grenzen Europas hinaus. Die starken Impulse für die pädagogische Professionalisierung des Lehrerberufs waren verflochten mit Reformbestrebungen in vielen Bereichen der Schulpraxis: So war es erklärtes Ziel der Herbartianer, Lehr- und Lernprozesse wissenschaftlich zu begründen und sie dabei an neuen psychologischen Erkenntnissen auszurichten. Konkret ging es um die Etablierung einer Lehrplantheorie, um das Streben nach Schulreform im Sinne einer subjektorientierten und lebensnahen Unterrichtsgestaltung -einschließlich eines über die formalen Gren, Books

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Fundus-Online GbR Borkert Schwarz Zerfaß, Berlin, Germany [8335842] [Rating: 5 (von 5)]
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Zum Arbeitsunterricht im Herbartianismus - Katrin Henkel
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Katrin Henkel:
Zum Arbeitsunterricht im Herbartianismus - Prima edizione

2010, ISBN: 9783899138092

edizione con copertina flessibile, ID: 17612262

Eine Untersuchung zur thematischen Differenziertheit in herbartianischen Diskussionen, [ED: 1], Softcover, Buch, [PU: Ergon]

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